Was haltet ihr von der Diskussion „Social Media ist tot?“
Eine Diskussion, die ich gerade überall sehe: Social Media ist tot. Und ich gehe mit der Aussage nicht mit. Insbesondere nicht, wenn ich mir die Definition von Social Media durchlese,
Algorithmen haben es übernommen, Interest Graphs haben die sozialen Verbindungen ersetzt, das Miteinander ist auf den ersten Blick.
Ich verstehe, wo das herkommt. Der ursprüngliche Gedanke: sich mit Familie und Freunden vernetzen, echte Beziehungen online aufbauen, fühlt sich heute anders an. Feeds werden nach Interessen kuratiert, nicht mehr nach den Menschen, die wir kennen. Dieser Wandel ist real, aber ehrlicherweise auch nichts Neues.
Aber hier verliere ich das Verständnis, wenn wir uns mal nur auf den Begriff Social in Social Media konzentrieren: Community Building gilt gerade als einer der größten Trends überhaupt. Menschen wollen Verbindung, sie suchen sie nur anders. In Nischen-Communities, in Kommentarspalten, in Räumen rund um gemeinsame Interessen statt gemeinsame Kontakte. Damit ist auch für mich der Social Aspekt sehr real, oder nicht?
Das führt mich zur Frage: Vielleicht ist die eigentliche Frage also nicht, ob Social Media tot ist. Sondern ob unsere Definition davon schlicht zu eng geworden ist?